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Mut- und zahnlos: Dritte Pleite für Eisgenossen

Das Eishockey-Nationalteam fand in Augsburg den Tritt nicht mehr. Die Schweizer verlieren mit 1:4 gegen die Slowakei auch das dritte Spiel am Deutschland-Cup. Die Slowakei gewinnt damit das Turnier.

Und die Schweiz? Sie startet erstmals seit dem November 2002 mit drei Niederlagen in eine Länderspiel-Saison. Vor 15 Jahren verloren die Schweizer unter Ralph Krueger sogar die ersten vier Spiele: 2:4 und 1:4 gegen Kanada, 2:5 gegen Deutschland und 0:1 gegen die USA.

Zu viele Fehler

Das abschliessende Turnierspiel gegen die Slowakei begann für die Schweiz ähnlich, wie 17 Stunden vorher die Partie gegen Deutschland aufgehört hatte. Die Schweizer dominierten die Startphase und erspielten sich schon in den ersten fünf Minuten durch Gregory Hofmann (1.), Raphael Diaz (4.) und Etienne Froidevaux (5.) gute Möglichkeiten. Nach 15 Minuten führte indessen trotz der Schweizer Überlegenheit der Gegner. Lukas Cingel brachte die Slowaken in Unterzahl (!) in Führung. Schon am Samstagabend hatten die Schweizer das entscheidende Gegentor bei der 2:3-Niederlage gegen Deutschland mit einem Mann mehr auf dem Eis kassiert.

Dem Rückstand liefen die Schweizer lange erfolglos hinterher. In der 42. Minute glich Lino Martschini aus. Er profitierte von einem slowakischen Fehlpass in der eigenen Zone. Die Schweizer leisteten sich indessen viel mehr Fehler. Und nach Martschinis Goal kamen die Schweizer bloss noch zu einem weiteren Torschuss. Bloss 111 Sekunden nach dem hart erarbeiteten Ausgleich gingen die Slowaken durch Michal Cajkovsky wieder in Führung. Und ein Schweizer Scheibenverlust im eigenen Slot ermöglichte Marcel Hascak in der 51. Minute das mehr als vorentscheidende 3:1. Das letzte Gegentor kassierten die Schweizer 62 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor.

Nur drei Tore in drei Spielen

Die Schweizer erspielten sich zwar wie am Samstag gegen Deutschland mehr Chancen und Torschüsse als der Gegner, dennoch kamen die Slowaken zu den gefährlicheren Torszenen. Andrej Kudrna traf in der 26. Minute noch den Pfosten und in der 52. Minute die Latte. Den Schweizern gelangen in den drei Länderspielen in Augsburg lediglich drei Tore.

Den nächsten Auftritt hat das Nationalteam eine Woche vor Weihnachten am Heimturnier in Biel. Dort trifft das Team von Patrick Fischer auf Frankreich, Weissrussland und wieder die Slowakei.