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Schweizer Debütanten geniessen Finalqualifikation
Schweizer Debütanten geniessen Finalqualifikation

Ein junges, unerfahrenes Team vertritt die Schweiz in Nitra am Vierländerturnier in der Slowakei. Aber die jungen, wilden Schweizer spielen heute Samstagabend gegen die Slowakei um den Turniersieg.

Weniger als fünf Länderspiele haben die 21 Schweizer im Schnitt auf dem Buckel. Dieses ungewöhnliche Team schreit nach ungewöhnlichen Massnahmen. Arno Del Curto, der grosse Trainer des HC Davos, erteilte seinem Goalie Gilles Senn die Freigabe nur unter der Voraussetzung, dass Senn während der Nationalmannschaftswoche keine Interview geben darf. Senn wird bevormundet - auch im Bündnerland darf er nicht mit den Medienleuten sprechen. In Davos galten diese Goalie-Regeln einst auch für Jonas Hiller, Leonardo Genoni und Reto Berra.

Jeder hat für den anderen gekämpft

Wer also ein Zitat von Gilles Senn nach dem erfolgreichen Nationalmannschafts-Debüt mit 21 Paraden und dem 4:2-Halbfinalerfolg über Weissrussland wollte, der musste den Kommunikations-Chef des Eishockeyverbandes bitten, ob er nicht ein kurzes Statement aus der Garderobe einholen könne. Und so konnte Gilles Senn sein Nationalmannschafts-Debüt über Umwege doch noch kommentieren: "Es freut mich natürlich, dass es beim ersten Spiel einen Sieg gab. Das Team hat gut funktioniert, jeder hat für den anderen gekämpft, und ich bin froh, konnte ich im Tor meinen Beitrag zum Erfolg leisten."

Die anderen Jungen durften Interviews geben. Für Sandro Zangger war das erste Länderspiel "geil". Sven Senteler erachtete den Sieg als "feinen Erfolg". Und alle sind sie überzeugt, dass auch gegen die Slowakei ein Sieg möglich ist, "wenn wir wieder so spielen wie am Freitag".

Slowakei stärker einzuschätzen als Weissrussland

Mit der Slowakei präsentiert sich dem Schweizer Team aber ein Gegner von viel gröberem Kaliber. Die Slowaken bestreiten das Heimturnier nahezu in Bestbesetzung. Sie steigen um 18 Uhr als haushoher Favorit in den Final. In den letzten Jahren gewann die Slowakei gegen auf dem Papier stärkere, routiniertere Schweizer Auswahlen die Februar-Heimspiele mit 4:0 (2016) und 5:0 (2015).

"Aber ich hoffte, dass wir mit dieser Mannschaft um den Turniersieg mitspielen können", sagte Nationalcoach Patrick Fischer. "Wir haben die Slowaken im Halbfinal beobachtet. Natürlich stellen sie eine sehr, sehr starke Mannschaft. Aber dieser Final in einer ausverkauften Arena und bei toller Stimmung bietet unseren Youngsters eine Super-Plattform, auf der sie sich zeigen können."

Nach Senn nun Boltshauser im Tor?

Nach dem Final vom Samstag wird es übrigens voraussichtlich keine Interview-Anfragen an Torhüter Gilles Senn mehr geben. Luca Boltshauser vom EHC Kloten bestreitet gegen die Slowaken sein zweites Länderspiel. Ansonsten bestreiten die Schweizer das Endspiel in unveränderter Aufstellung. (Si)

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