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Überragender Genoni hext Bern in den Halbfinal

Viel besser als der EHC Biel waren die Bären heute nicht. Dass sie sich dennoch mit 3:1 durchsetzten, haben sie nicht zuletzt ihrem Goalie zu verdanken, der vielversprechende Chancen der wenig effizienten Bieler Mal für Mal zunichte machte. Während die Berner damit letztlich souverän in die Halbfinals einziehen, dürfen sich die Bieler damit trösten, dass sie mit dem Quali-Sieger über weite Strecken mithalten konnten.

Was auf den ersten Blick nach einem problemlosen Sieg aussieht, war aus Sicht des SCB ein hartes Stück Arbeit. Biel hielt dem favorisierten Schweizer Meister aus dem Vorjahr nicht nur entgegen, phasenweise waren die Bieler gar die bessere Mannschaft. Als Ryan Lasch nach gut 55 Minuten mit einem satten Schuss unter die Latte das 3:1 gelang, versetzte er das Berner Stadion in einen kollektiven Freudentaumel.

Vor dem entscheidenden dritten Berner Treffer hatte Biel die besseren Möglichkeiten zum 2:2 besessen. Allein dreimal scheiterte Toni Rajala aus aussichtsreicher Position. Zweimal verpasste er mit einem Konter jeweils in Unterzahl das 2:2, beide Male rettete Berns Torhüter Leonardo Genoni mit einer Glanzparade. Beim dritten Anlauf von Rajala rettete die Latte den SCB vor dem zweiten Gegentreffer (53.).

Und so verwertete Bern, bei dem der gesperrte Teamleader Martin Plüss spürbar fehlte, trotz einer alles anderen als glanzvollen Leistung gleich den ersten Matchpuck zum Einzug in die nächste Runde. In den Halbfinals werden die Berner auf Davos oder auf Lugano treffen.

Für Biel endet auch die vierte Playoff-Teilnahme seit dem Wiederaufstieg mit dem Aus in den Viertelfinals. Auch Gaëtan Haas, der nach über einem Monat verletzungsbedingter Pause wieder Aufnahme in der Aufstellung fand, brachte die Wende in dieser Serie nicht mehr. Für Haas war es ein kurzer letzter Auftritt im Trikot der Bieler; der Center wechselt auf die kommende Saison zum... SCB.

Damit ist nur noch eine Viertelfinal-Serie offen, nämlich jene zwischen den ZSC Lions und Lugano. Die Tessiner führen in der Serie mit 3:2, nach dem 2:1-Auswärtssieg vom Dienstag.

Bern - Biel 4:1 (1:1, 1:0, 2:0). - 17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Kurmann, Gnemmi/Obwegeser. - Tore: 14. Arcobello (Moser) 1:0. 17. Pedretti (Earl, Dave Sutter) 1:1. 35. Untersander (Blum, Gagnon) 2:1. 56. Lasch (Ebbett, Scherwey) 2:1. 59. Ebbett (Bodenmann) 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Earl.

Bern: Genoni; Andersson, Gerber; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Kamerzin; Hischier, Gagnon, Scherwey; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Lasch, Ebbett, Bodenmann; Berger, Müller, Randegger.

Biel: Hiller; Hächler, Maurer; Dave Sutter, Wellinger; Fey, Steiner; Jecker; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Pedretti, Earl, Rajala; Pouliot, Haas, Micflikier; Tschantré, Fabian Sutter, Wetzel; Horansky.

Bemerkungen: Bern ohne Noreau, Reichert (beide verletzt), Plüss gesperrt) und Garnett (überzähliger Ausländer), Biel ohne Schmutz, Valentin Lüthi, Joggi (alle verletzt), Dufner (gesperrt) und Lundin (überzähliger Ausländer). Lattenschuss Rajala (53.). Timeout Biel (58:30/Coaches Challenge). Biel von 58:00 bis 58:30 ohne Torhüter.

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