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Langeweile? Egal! Doch wir müssen uns Sorgen machen...
Adrian Ehrat
Von Adrian Ehrat
adrian.ehrat@sportal.email
 
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Langeweile? Egal! Doch wir müssen uns Sorgen machen...
Der SC Bern ist Schweizer Meister und hat als erstes Team seit den ZSC Lions 2001 den Titel verteidigt. Auch wenn sich viele Fans wohl einen anderen Meister gewünscht hätten, die Mutzen sind der logische und verdiente Sieger. Und das sollte den Hockeyfans für die Zukunft etwas Sorgen bereiten...

''Nicht schon wieder der SCB!'' So oder so ähnlich dürfte es in diesen Stunden bei vielen Schweizer Hockeyfans tönen. Nicht, dass man den Bundesstädtern den Titel nicht gönnen würde, aber es wäre halt schon schön gewesen, hätte es mal wieder einen ''neuen'' Schweizer Meister gegeben. Einen, der uns mit offensivem Tempo- begeistert und nicht mit defensivem Systemhockey gelangweilt hat. 

Wer an die beiden Halbfinals zurückdenkt, wähnte sich in zwei verschiedenen Sportarten. Hier die Serie zwischen Davos und Zug, die vom Tempo, vom Spektakel und von den Emotionen lebte, da die Serie zwischen dem SCB und Lugano, welche zwar Trainern und Defensivstrategen, nicht aber dem neutralen Hockeyfan Freude bereitete. Am Ende bewahrheitete sich aber wieder die alte Weisheit: ''offense wins games, defense wins championships.'' Und daran gibt es nichts auszusetzen. 

Klar, gegen bessere Unterhaltung hätte auch ich nichts einzuwenden gehabt, aber am Ende zählt nur Eines: Der Beste soll gewinnen. Und der Beste hat gewonnen, daran gibt es keine Zweifel - Langeweile hin oder her. Der SCB war über die ganze Saison hin das konstanteste Team und strotzte während den Playoffs vor unerschütterlichem Selbstvertrauen. Nichts schien die Mutzen aus der Bahn werfen zu können. Nicht die Klatsche gegen Biel. Nicht die Startniederlage gegen Lugano. Und auch nicht die Tatsache, dass man gegen Zug zweimal in der Verlängerung verlor und so den Kolinstädtern im Final neues Leben einhauchte.

Der Beste hat gewonnen, daran gibt es keine Zweifel - Langeweile hin oder her

Der SCB hat für einmal nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sportlich alles richtig gemacht. Mit Leonardo Genoni hat man den besten Goalie mit Schweizer Pass verpflichtet, mit Kari Jalonen einen Trainer, der aus einer talentierten Truppe ein Gewinner-Team formen kann. Und während den Playoffs war man - nicht wie andere Teams - mit zwei Ersatzausländern auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Für die nächste Saison kann das nur etwas bedeuten: Der SCB ist Titelfavorit Nummer 1. Alle Schlüsselspieler (bis auf Martin Plüss, der den Verein verlässt) haben einen Vertrag für die kommende Spielzeit oder darüber hinaus, Jalonen hat es in Finnland dreimal geschafft, den Titel zu verteidigen und mit Nico Hischier könnte gar das grösste Schweizer Talent aller Zeiten für die Mutzen auflaufen. Dass zudem das nötige Kleingeld für Verstärkungen vorhanden ist, steht ausser Frage, denn der SCB steht auch wirtschaftlich so gut da wie noch nie zuvor.

Für die nächste Saison kann das nur etwas bedeuten: Der SCB ist Titelfavorit Nummer 1

Die Fans der Bundesttädter dürfen sich auf die kommende Spielzeit freuen. Der Rest der Schweiz  - und alle Fans der Abwechslung und guten Unterhaltung - müssen sich jedoch Sorgen machen...

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