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Nächster Anlauf der Nashville Predators mit Captain Josi

Nächster Anlauf der Nashville Predators mit Captain Josi
Stanley-Cup-Finalist Nashville Predators will mit dem neuen Captain Roman Josi Verpasstes nachholen. Die NHL-Saison beginnt in der Nacht auf Donnerstag.

Dass die Verantwortlichen der Nashville Predators Roman Josi Mitte September als Nachfolger des zurückgetretenen Mike Fisher zum Captain ernannt haben, sagt alles aus über die Wertschätzung, die dem Berner Verteidiger entgegengebracht wird. Der 27-Jährige wird auf und neben dem Eis geschätzt.

Dieses Amt in der NHL auszuüben, hatte er sich als Kind nie erträumt. "Es ist eine riesige Ehre", sagte Josi, der zwei Tage vor der Veröffentlichung davon erfahren hatte. Allerdings ändert sich für ihn dadurch nicht gross etwas, ausser in organisatorischen Dingen. "Ich werde die gleiche Person sein", so Josi. Alles andere würde auch nicht zu seinem Charakter passen. Ausserdem hätten sie eine coole Leadership-Gruppe mit Spielern, die schon lange bei Nashville seien. "Wir kennen uns gut."

Vorfreude auf die neue Saison

Dazu gehört auch Ryan Ellis, der nach einer Knieoperation frühestens Ende Jahr wieder zur Verfügung steht. Der 26-jährige Kanadier bildete zuletzt ein Verteidiger-Duo mit Josi. "Das ist ein grosser Verlust", erklärte der MVP der WM 2013. "Er ist eine unglaublich wichtige Teamstütze. Allerdings hatten wir auch in der vergangenen Saison sehr viele Verletzte, und da sind verschiedene Spieler (erfolgreich) eingesprungen."

Das war eine der grossen Stärken der Predators, die in diesem Frühjahr erstmals in der noch jungen Geschichte der Franchise den Stanley-Cup-Final erreichten, den sie gegen die Pittsburgh Penguins mit 2:4 Siegen verloren. Die Euphorie in der Stadt war riesig, die Stimmung im Stadion elektrisierend. Josi sagte, dass er diese Niederlage nie ganz verdauen werde. "Es ist extrem schwierig, so weit zu kommen." In den Ferien wechselte der Frust dann allerdings rasch in Vorfreude. Der Hunger auf die neue Saison ist enorm. "Wir sammelten sehr wertvolle Erfahrungen", erklärte der Berner. Schliesslich hatte zuvor mit Ausnahme von Fisher noch kein Spieler der Predators in einem Stanley-Cup-Final gestanden, den Josi als "grosse Bühne" bezeichnete.

Ausserdem blieb die Mannschaft weitgehend zusammen. Neben Fisher verlor Nashville noch Routinier James Neal, der von den Vegas Golden Knights im Expansions-Draft gezogen wurde. Dafür holten die Predators mit Nick Bonino (Pittsburgh) einen der besseren Zweiweg-Center der Liga. Auch der 35-jährige Scott Hartnell (Columbus) dürfte vorne eine Verstärkung sein, obwohl er die besten Tage hinter sich zu haben scheint.

Kevin Fiala trumpfte in der Vorbereitung gross auf 

Neben Josi sind mit Yannick Weber und Kevin Fiala zwei weitere Schweizer in der Hauptstadt der Country-Musik engagiert. Weber erhielt einen weiteren Einjahresvertrag mit einer eher bescheidenen Lohnerhöhung um 75'000 Dollar auf 650'000 Dollar. Das ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass der Berner Verteidiger bereits vor den Playoffs unterschrieben hat. "Das System in Nashville entspricht mir sehr. Wir haben eine gute Truppe, können es weit schaffen. Der Trainer setzt auf mich", begründete Weber die frühzeitige Vertragsunterzeichnung.

Nächster Anlauf der Nashville Predators mit Captain Josi
Fiala verpasste den grössten Teil der Playoffs wegen eines Oberschenkelbruchs. Er scheint sich aber gut erholt zu haben. In fünf Partien in der Vorbereitung brachte es der 21-jährige Ostschweizer auf drei Tore und zwei Assists. Mehr Punkte erzielte keiner im Team, allerdings bestritt Fiala mehr Partien als die Mehrheit seiner Mannschaftskollegen. Der äusserst talentierte Erstrunden-Draft dürfte zum ersten Mal eine ganze Saison in der NHL bestreiten. Er ist im Sturm ein potenzieller Top-6-Kandidat und kommt bei den Fans gut an.

Spürt Josi nach der vergangenen Saison einen grösseren Erfolgsdruck? "Die Erwartungshaltung des Umfelds ist sicherlich gestiegen. Wir hatten im Team jedoch schon immer grosse Erwartungen. Uns ist aber bewusst, dass nur schon das Erreichen der Playoffs äusserst schwierig wird." Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind aber sicherlich gegeben.