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Eisgenossen brechen nach gutem Beginn ein

Eisgenossen brechen nach gutem Beginn ein
Das Schweizer Nationalteam beendet den Karjala Cup in Helsinki zwar mit einer Leistungssteigerung, aber dennoch sieglos. Das letzte Turnierspiel gegen Russland geht mit 2:6 verloren.

Gegenüber den ersten beiden Länderspielen von dieser Woche gegen Kanada (2:3) und Tschechien (2:3) steigerten sich die Schweizer. Erstmals kassierte das Team von Patrick Fischer weniger Strafminuten als der Gegner. Und die Schweizer leisteten sich bis zur 47. Minute auch keine Aussetzer. Am Ende reichte die Kraft aber wieder nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten.

Der Einbruch erfolgte diesmal nach 47 Minuten - und wurde von den Russen brutal bestraft. Bis zur 47. Minute führten die Schweizer mit 2:1. Dann gelang Sergej Kalinin und Verteidiger Nikita Nesterow innerhalb von 41 Sekunden der Doppelschlag zum 3:2 für Russland. Zwei weitere Goals innerhalb von 67 Sekunden durch Waleri Nitschuschkin und Michail Grigorenko schraubten das Skore auf 5:2 für den Favoriten.

Schweizer verpassen den dritten Treffer 

Bis zu den fatalen fünf Minuten lagen die Schweizer nicht einmal unverdient in Führung. Simon Moser und Vincent Praplan erzielten im Powerplay innerhalb von fünf Minuten im ersten Abschnitt die Tore vom 0:1 zum 2:1 für die Schweiz. Beim 1:1-Ausgleich befanden sich die Schweizer sogar in doppelter Überzahl.

Nach 20 Minuten durfte das 2:1 noch als glückhaft bezeichnet werden. Ab dem zweiten Abschnitt bekamen die Schweizer die Partie aber besser in den Griff. Mit einem Mann mehr auf dem Eis bot sich während fünf Minuten die Grosschance, den Vorsprung auszubauen. Es resultierten in dieser Phase zwei, drei gute Chancen und sieben Torschüsse, das 3:1 blieb den Schweizern aber verwehrt.

Karjala Cup für Eisgenossen vorbei 

In der Folge konzentrierte sich das Team von Patrick Fischer auf die Abwehrarbeit. Und die Russen fanden gegen die vorzüglich kämpfenden und viel laufenden Schweizern bis zur 47. Minute die Lücke nicht. Der Schweizer Keeper Jonas Hiller liess sich nach vier Minuten in Unterzahl von Maxim Schalunow bezwingen, parierte in der Folge 27 von 28 Schüssen und erwies sich als die Schlüsselfigur im Schweizer Abwehr-Dispositiv. Danach musste er aber die Schüsse 29 bis 32 auf sein Gehäuse alle passieren lassen.

Für die Schweizer ging mit der samstäglichen Partie der Karjala Cup zu Ende. Mit lauter Niederlagen wird die Schweiz das Turnier auf dem letzten Platz beenden. Die Mannschaft fliegt am Sonntag in die Schweiz zurück. Die nächsten Spiele bestreitet die Nationalmannschaft in der Altjahrswoche am Spengler Cup in Davos. Während des Länderspieltermins im Dezember (mit dem Sechsländerturnier in Moskau) spielt die Schweizer National League durch. In der ersten Januarhälfte muss Nationalcoach Patrick Fischer sein Olympia-Aufgebot benennen.

Russland - Schweiz 6:2 (1:2, 0:0, 5:0)

Helsinki. - 2713 Zuschauer. - SR Salonen/Rantala, Pesonen/Elonen (FIN). - Tore: 5. Schalunow (Gussew, Nesterow/Ausschluss Ruefenacht) 1:0. 15. Moser (Du Bois, Ambühl/Ausschlüsse Nitschuschkin, Andronow) 1:1. 20. (19:34) Praplan (Haas, Schäppi/Ausschluss Schalunow) 1:2. 47. (46:05) Kalinin (Grigorenko, Kraskowski) 2:2. 47. (46:45) Nesterow (Gussew, Chafisullin) 3:2. 51. Nitschuschkin (Mosjakin, Kisselewitsch) 4:2. 52. Grigorenko (Kraskowski, Tokranow) 5:2. 60. (59:47) Tkatschjow (Mosjakin, Grigorenko) 6:2. - Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Plotnikow) plus Spieldauer (Plotnikow) gegen Russland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Russland: Sorokin; Gawrikow, Kisselewitsch; Ljubischkin, Nesterow; Woinow, Subarew; Chafisullin; Plotnikow, Andronow, Telegin; Kaprisow, Schalunow, Gussew; Barabanow, Tkatschjow, Mosjakin; Nitschuschkin, Grigorenko, Kalinin; Tokranow.

Schweiz: Hiller; Marti, Untersander; Kreis, Du Bois; Genazzi, Loeffel; Fora; Hollenstein, Haas, Praplan; Moser, Ambühl, Ruefenacht; Scherwey, Suter, Herzog; Hofmann, Schäppi, Baltisberger; Maurer.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senn (Ersatztorhüter) und Corvi (überzählig). - Timeout Schweiz (52.). - Powerplay-Ausbeute: Russland 1/5; Schweiz 2/5. - Schüsse: Russland 34 (14-8-12); Schweiz 31 (10-14-7).

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