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''Offense wins games, but defense wins championships''
Dillon Roth
Von Dillon Roth
dillon.roth@sportalgroup.com
 
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''Offense wins games, but defense wins championships''
Mit dem Karjala Cup hat für die Nationalmannschaft die Olympia-Vorbereitung so richtig begonnen. Vor den Winterspielen im Frühjahr 2018 in Südkorea trifft sich die Schweizer Auswahl nur noch für die Spengler-Cup-Woche und dann am 5. Februar für eine eineinhalb-wöchige Vorbereitung vor dem Start des olympischen Eishockeyturniers. Damit beginnt für Trainer Patrick Fischer auch der schwierige Prozess der Kaderplanung, denn der 42-Jährige kann nur 25 Spieler nach Pyeongchang mitnehmen. In einer dreiteiligen Serie stellen wir reihenweise die drei Positionen vor und versuchen dabei herauszufinden, welche Spieler die besten Karten auf ein Olympia-Ticket haben.

Es gibt ein bekanntes Sprichwort, das heisst: "Spiele gewinnt die Offensive, die Defensive die Meisterschaften." Im modernen Eishockey ist eine Verteidigung jedoch nicht nur dafür da, um die Gegentreffer zu verhindern. Von einem Abwehrspieler wird auch erwartet, dass er technische Affinitäten an den Tag bringt und mitspielen kann. Früher war man noch der festen Überzeugung, ein Verteidiger müsse gross sein und viel Gewicht mitbringen, damit er den Gegner physisch stoppen kann. Heutzutage soll er vor allem läuferisch mithalten können und muss den Gegner nicht nur klassisch aus dem Weg räumen.

Welcher Spielertyp ist der richtige?

''Offense wins games, but defense wins championships''
Die 13 offensiv-produktivsten Schweizer Verteidiger sind allesamt unter 1.90 Meter gross und nur die wenigsten sind schwerer als 90 Kilogramm. Dieser Trend bestätigt sich jedoch nicht nur auf nationaler Ebene, auch international werden die Abwehrspieler potenziell immer kleiner. In der womöglich besten Liga der Welt, der NHL, nehmen die Körpermasse eher ab und besonders die Spieler der jüngsten Generation sind nicht einmal mehr 1.85 Meter gross. Auch der Durchschnitt an Gewicht und Körpergrösse der Schweizer Mannschaft am Karjala Cup und die Masse beim letztjährigen Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh unterscheiden sich so gut wie nicht voneinander und bestätigen diese Regression.

Die Schweizer Defensiv-Elite von Nordamerika

Patrick Fischer und die Kandidaten für die Verteidigung an Olympia sind sich natürlich bewusst, dass es ohne eine NHL-Pause ganz anders aussehen würde. Die besten Schweizer Abwehrspieler sind nämlich allesamt in Nordamerika engagiert. Yannick Weber, Mirco Müller, Luca Sbisa und Roman Josi wären bei einer Teilnahme der NHL womöglich gleich alle aufgeboten. 

Müller hat mit seinem Trade von den San Jose Sharks zu den New Jersey Devils seine Karriere mit 22 Jahren neu lanciert und war bei der jungen Truppe der Devils gesetzt, bis er vor kurzem wegen einer Verletzung ausfiel. Yannick Weber beisst sich seit Jahren in der besten Eishockey Liga der Welt erfolgreich durch und Luca Sbisa gehört zu den wichtigsten Teamstützen der neugebildeten Vegas Golden Knights. 

''Offense wins games, but defense wins championships''
Über Roman Josi gibt es nicht viel zu sagen, denn der Schweizer ist bei den Nashville Predators das Mass aller Dinge und stieg auf diese Saison hin zum Captain der Mannschaft auf. Der 27-Jährige war beim Gewinn der WM-Silbermedaille der MVP des gesamten Turniers und überzeugt auch als Skorer. Seine Qualitäten sind auch in Nordamerika bekannt und er betreibt in Tennessee beste Werbung für das Schweizer Eishockey.

Raphael Diaz - Der Captain ist gesetzt

Die Personalie des Captains Raphael Diaz ist als einziger Spieler bereits offiziell geklärt. Nationalmannschaftscoach Patrick Fischer bestätigte gegenüber SPORTAL HD, er könne sagen, Diaz ist für das Olympia-Kader gesetzt. Am Karjala Cup fiel der Zuger schon früh verletzt aus, ist er für die Olympischen Spiele aber fit, dann wird er spielen. Der 31-Jährige ist ein echter Allrounder und seit dem letzten Jahr Captain der Nationalmannschaft. Mit seiner Routine aus den fünf Jahren Nordamerika und der Erfahrung der letzten beiden Olympischen Winterspiele können noch einige Spieler etwas von ihm lernen. 

''Offense wins games, but defense wins championships''
Ebenfalls ziemlich sicher dürften die Nominationen von Ramon Untersander, Eric Blum, Patrick Geering und Philippe Furrer sein. Der 26-jährige Untersander gehört inzwischen nicht nur in Bern zur ersten Garde, mit seinen Auftritten an der WM im Frühjahr 2017 stellte er seine Wichtigkeit auch international unter Beweis und er war mit fünf Vorlagen mitunter der viertbeste Skorer der Schweiz.

Eric Blum und Patrick Geering fehlten beide beim Karjala-Cup aufgrund von Verletzungen, die wendigen Verteidiger sind aber trotz sehr ähnlichem Spielstil wohl ein fester Bestandteil der Abwehrreihen. Geering ist seit dieser Saison Captain bei den ZSC Lions und ist sich nun gewohnt Verantwortung zu übernehmen. Auch Blum ist als Assistent beim SCB schon einer der Leader geworden und war in den letzten Jahren genau wie Geering meist Teil des WM-Teams. Für den fleissigen Philippe Furrer gibt es fast keine Alternativen und deshalb dürfte auch der 6. Runden-Draft von 2003 mit nach Südkorea fliegen. 

Wer füllt die drei übrigen Positionen auf?

Bei einem 25-Mann-Kader werden wohl acht Verteidiger aufgeboten werden, womit neben den bereits angesprochenen "Gesetzten" noch drei Positionen offen bleiben. Joël Genazzi und Romain Loeffel harmonierten am Karjala Cup als Duo vorzüglich und haben als gute Skorer in der National League bereits auch ihre Offensivqualitäten unter Beweis gestellt.

''Offense wins games, but defense wins championships''
Die kräftigen Félicien Du Bois und Christian Marti haben den meisten anderen Spieler aus physischer Sicht etwas voraus, doch für beide hat es im Aufgebot von Patrick Fischer kein Platz. Der junge Yannick Rathgeb darf sich zu guter Letzt ebenfalls noch etwas Hoffnungen machen, denn der 22-Jährige zeigte über die letzten Monate hinweg, dass er offensiv sehr viel Potenzial hat.

Die Suche nach der richtigen Zusammensetzung 

Dem Schweizer Nati-Trainer Patrick Fischer steht also nicht nur eine grosse Auswahl zur Verfügung, er muss dabei auch aus einer grossen Auswahl an verschiedenen Spielertypen entscheiden. Gibt es dafür eine perfekte Mischung? 

Die Anforderungen an einen Verteidiger im Team von Fischer drückt der 42-Jährige gleich selbst aus: "Wir brauchen mal Verteidiger, die verteidigen können, so simpel dies auch ist. Dadurch, dass wir aber auch unser Spiel verbessern, Kontrolle übernehmen und den Umgang mit der Scheibe erhöhen wollen, brauchen wir einen guten ersten Pass." Genau nach diesen Kriterien wurden an der letzten WM in Paris auch die Abwehrspieler ausgewählt. Und genau nach diesem Konzept werden auch die 25 Schweizer Vertreter für das olympische Eishockeyturnier ausgesucht.

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Wenn du die Sendung "The Hockey Week" vom Mittwoch, 15. November 2017 noch einmal sehen willst? Dann kannst du diese und alle weiteren "The Hockey Week" hier im Replay nachschauen! Wir wünschen viel Vergnügen!

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