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Das ''Team Canada'' der Playoffs 2018

Die Winnipeg Jets sind „on a mission“ - Erstmals in ihrer Clubgeschichte seit dem Umzug aus Atlanta wollen sie ein Playoffspiel und eine Serie gewinnen. Getragen wird das gut ausbalancierte Team nicht nur von starken sportlichen Argumenten, sondern auch von einer Sympathiewelle in ganz Kanada.

Viele Jahre waren die Montreal Canadiens das „Team Canada“ der Playoffs, weil man diesem Club am ehesten das Potenzial zubilligte, die mittlerweile unsägliche Serie von 25 Saisons ohne Stanleycup-Sieg einer in Kanada beheimateten Mannschaft zu durchbrechen. Die „Habs“ waren 1993 das letzte in Kanada ansässige Team, das diesen Exploit möglich machte. Jahrzehnte zuvor war es „normal“, dass kanadische Mannschaften den Cup holten. Mittlerweile sorgen die besten kanadischen Superstars in US-Clubs für Stanleycup-Siege. Am nächsten kamen seit 1993 die Vancouver Canucks (zwei Finalteilnahmen), die Ottawa Senators, Edmonton Oilers und Calgary Flames (je eine Finalqualifikation) einem Stanleycup-Erfolg nahe.

Toronto polarisiert: Man liebt oder man hasst sie

Als „Team Canada“ und Hoffnungsträger könnten 2018 diesmal die Toronto Maple Leafs durchgehen, die im ganzen Land (wie auch die Montreal Canadiens) eine grosse Fanbasis haben. Das junge Team begeistert und das Konzept stimmt. Früher oder später wird sich dies auch in den Playoffs auszahlen, sagen die Experten. „The Hockey News“, die Eishockey-Fachpublikation und „inoffizielle Hockeybibel“ titelte gar auf der Frontseite: „Toronto - Plan the Parade“. Aber: Die Leafs teilen mit ihren Rivalen aus Montreal das gleiche Los: Sie polarisieren. Man liebt oder man hasst sie.

Das ''Team Canada'' der Playoffs 2018
Nichts desto Trotz solidarisiert man sich in Kanada in den Playoffs jeweils mit den im Land beheimateten Teams. So war es auch bei den Canucks, Flames, Sens und Oilers bei deren erfolgreichen Playoffteilnahmen. Sogar die üblicherweise innig verfeindeten Fans der Derby- Rivalen feuerten sie an.

Teambuilding wie gemacht für Playoff-Hockey

Die Winnipeg Jets indessen pflegen keine so innigen Rivalitäten wie die anderen kanadischen Teams. Und niemand scheint sie wirklich zu hassen. Sie ernten Sympathie und die sportliche Ausgangslage 2018 in den Playoffs macht sie zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten um den Stanleycupsieg und zum „wahren Team Canada“ der aktuellen Playoffs. Auch der Stil des Teams gefällt und scheint wie gemacht für Playoffhockey: Niemand spielt „gerne“ gegen die Jets. Das Forecheck-lastige Spiel und die „In Your Face“-Mentalität schüchtert ein. Die Jets pflegen einen modernen, dynamischen Spielstil. Dass sie auch körperlich imposante Akteure in ihren Reihen haben, die läuferisch und technisch exzellent beschlagen sind, hilft dabei, den Gegnern ihr Spiel und ihr System aufzuzwingen. Nicht umsonst erreicht die Mannschaft diese Saison einen Schnitt von fast 3,5 Toren pro Partie (deutlich über NHL Schnitt). Schon 2016/17 war man mit einem Durchschnitt von 3,0 Toren in den Top Ten der Liga. Jedoch ist heuer die Quote mit den Gegentoren pro Partie deutlich tiefer. Die Defensive ist solider und zugleich auch offensiv wirksamer. Die Special Team liefern auch ab: Im Powerplay gehört man zu den gefürchtetsten Teams (24 Prozent Erfolgsquote) und mit fast 82 Prozent sind auch die Statistiken beim Unterzahlspiel top.

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