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''It's Timo-Time'' in Dänemark
Dillon Roth
Von Dillon Roth
dillon.roth@sportalgroup.com
 
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''It's Timo-Time'' in Dänemark
Weitere 26 NHL-Tore und insgesamt 130 Spiele stossen am Dienstagnachmittag in den Kreis der Schweizer Nationalmannschaft. Stürmer Timo Meier ergänzt den Kader von Patrick Fischer und wird nach dem Playoff-Aus in der NHL seine ersten Spiele für die A-Nati bestreiten.

Die San Jose Sharks räumten im Achtelfinal die Anaheim Ducks zwar gleich mit 4:0 aus dem Weg, scheiterten nun jedoch im Conference-Halbfinal am Überraschungsteam der Vegas Golden Knights. Für die Schweiz ist dies aber durchaus ein Vorteil, denn durch das Aus der Sharks entsteht für Timo Meier die Möglichkeit an die WM zu fahren und die Nationalmannschaft zu verstärken. Am Montag erteilte ihm sein Team aus Kalifornien die Freigabe, worauf sich der Appenzeller auf den Weg nach Dänemark machte, am Dienstagnachmittag landete und voraussichtlich am Mittwoch gegen Weissrussland zum ersten Mal auf dem Eis stehen wird.

Im NHL-Entry-Draft 2015 wurde Timo Meier von den San Jose Sharks bereits an 9. Stelle gedraftet, womit er heute der Schweizer mit der vierthöchsten Draftposition ist. Nach zuvor bereits zwei erfolgreichen Saisons bei den Halifax Mooseheads folgten nach dem Draft noch 23 weitere Spiele für die Mooseheads, Mitte Saison verabschiedete er isch dann zu den Rouyn-Noranda Huskies und wurde mit diesem Team gar Meister in der QMJHL. 2016/17 erkrankte er während der Saisonvorbereitung und verpasste so den Start bei den San Jose Sharks in der NHL. Stattdessen biss er sich bei Barracuda in der AHL durch und wurde im Verlaufe des Jahres dann trotzdem noch für 39 Spiele in die NHL befördert.

Das Saisonziel für die Spielzeit 17/18 war also klar: Meier wollte sich definitiv in der NHL durchsetzen. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte ihn das Jahr zuvor zurückgeworfen, womit er bei intakter Gesundheit ein Jahr später den Sprung in den NHL-Kader schaffen wollte. Mit dem Abgang von Klub-Legende Patrick Marleau wurde eine Stürmerposition frei und diese visierte der 21-Jährige auch an. Als Ziel setzte er sich im "1ON1"-Gespräch vergangenen August die 20-Tore-Marke zu knacken. Am Ende übertraf er dies gar und kam auf 21 während der Quali bzw. weiteren zwei Saisontoren in den Playoffs. Um es in der Sprache des Jassens auszudrücken: 20 angesagt, 23 gemacht - Differenz 3!

Was darf von Timo Meier nun erwartet werden?

Er war schon bei der U18 dabei und führte die U20-Nationalmannschaft an der WM 2015 als Captain aufs Eis. Das erste Spiel für das A-Nationalteam liess bisher jedoch noch auf sich warten. Patrick Fischer nutzte nun aber die Chance nach dem Aus der San Jose Sharks und nominierte Meier für den WM-Kader nach. 

''It's Timo-Time'' in Dänemark
Mit der Ankunft des 21-jährigen erhält der Nationalcoach einen nächsten physisch starken Stürmer. Die Spielweise der Nati an diesem Turnier ist sehr auf viel Laufarbeit und Körperspiel ausgelegt, womit Timo Meier perfekt ins System passt. Der Herisauer geht dorthin wo es wehtut, kann Powerplay spielen und weiss augenscheinlich auch, wie man Tore schiesst. Auch defensiv ist auf ihn Verlass, so beendete er noch keine Regular Season in Nordamerika mit einer Minusbilanz.

 

Zum ersten Handkuss wird der Flügelstürmer wohl erst am Mittwoch gegen die Weissrussen kommen. Das Spiel gegen Tschechien kommt noch etwas zu früh, denn Meier landete erst am Dienstagnachmittag in Kopenhagen. Nach dem hoffentlich dritten Sieg im dritten Spiel wird Timo Meier dann aber Teil des Teams sein und der Schweizer Mannschaft noch mehr Qualität verleihen.

 

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